Was ist Nero Score?

Was ist Nero Score?

Nero Score ist ein kostenloses Tool, das die Multicore-Leistung Ihres Prozessors (CPU) misst und Ihre Grafikkarte (GPU) bei realen Multimedia-Anwendungen bis an die Grenzen auslastet.

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Nero Score wird von Journalisten verwendet, um Hardware zu testen, von Hardwareherstellern, um ihre neuesten Produkte zu optimieren, und von Computerbesitzern, um ihr individuelles System zu bewerten und eine Kaufentscheidung zu treffen.

WELCHE ART VON BENCHMARKS SIND IN NERO SCORE ENTHALTEN?

Die erste Version von Nero Score enthält einen CPU-KI-Benchmark und misst, wie viele Bilder pro Sekunde mit künstlicher Intelligenz auf der jeweiligen CPU verarbeitet werden können. Es geht also nicht darum, ein Modell zu trainieren, sondern ein trainiertes Modell tatsächlich auf Daten anzuwenden (Inferenz genannt). Mit dem Ergebnis dieses Tests können Sie vergleichen, wie verschiedene CPUs in diesem Bereich abschneiden. Das Ergebnis kann 1:1 mit einer CPU-basierten KI-Inferenzlösung, wie z. B. dem Nero AI Photo Tagger, abgeglichen werden. Der Datensatz für diesen Test umfasst 50 Bilder, die jeweils 3 Mal abgeleitet werden. Das Format und die Größe der Bilder spielt für diesen Test keine Rolle, da die KI-Inferenz ohnehin nur eine Eingabe von 299×299 Pixeln Größe benötigt.

WELCHE ART VON TESTS WIRD ES IN NERO SCORE ALS NÄCHSTES GEBEN?

Die Roadmap für Nero Score sieht eine Ausweitung auf weitere multimediale Anwendungsfälle vor, bei denen CPU und mehrere GPUs zum Einsatz kommen, z. B. Videokodierung und 3D-Rendering.

WIE WIRD DIE PUNKTZAHL BERECHNET?

Nero ist völlig transparent, was die Berechnung der tatsächlichen Punktzahl angeht. Jeder der in Nero Score ausgeführten Tests erzeugt eine eigene Punktzahl. Ein Beispiel: Der CPU AI Benchmark misst, wie viele Bilder pro Sekunde verarbeitet werden. Diese Zahl wird mit dem Faktor 25 multipliziert, um die Punktzahl für diesen speziellen Test zu ermitteln. Es besteht also eine 1:1-Beziehung zwischen der Punktzahl und der Leistung der CPU für die jeweilige Aufgabe. Ein PC mit der doppelten Punktzahl ist also doppelt so schnell.

Sobald es mehr Tests gibt, wird aus den Einzelergebnissen eine Gesamtpunktzahl errechnet und die einfache Formel für diese Berechnung wird ebenfalls transparent gemacht. Im Laufe der Zeit kann es zu Änderungen bei der Berechnung der Punktzahl kommen, diese werden bei Überarbeitungen bekannt gegeben und dokumentiert, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse immer reproduzierbar und vergleichbar sind.

WIE KANN ICH MEHR REALE LEISTUNGSDATEN ÜBERPRÜFEN?

score.nero.com listet alle Leistungsdaten auf, die von Kunden eingereicht wurden. Testen Sie Nero Score jetzt auf Ihrem PC, um zu sehen, wie Ihr PC funktioniert.

WIE KANN ICH NERO SCORE BEKOMMEN?

Nero Score von Nero Lab herunterladen

WAS SOLLTE VOR/BEI DER DURCHFÜHRUNG EINES TESTS BEACHTET WERDEN?

  • Laptops sollten an eine Stromversorgung angeschlossen sein.
  • Auf jedem Gerät sollte der Hochleistungsenergieplan gewählt werden.
  • Alle offenen Anwendungen sollten geschlossen sein.
  • Es sollten keine Benutzeraktivitäten im Vordergrund durchgeführt werden.
  • Hintergrundaktivitäten sollten vermieden werden, z. B. keine Virenscans, Downloads von Software-Updates oder Cloud-Uploads.

WELCHE PLATTFORMEN WERDEN VON NERO SCORE UNTERSTÜTZT?

Im Moment unterstützt Nero Score ausschließlich Windows 10 64-Bit.

GIBT ES BEFEHLSZEILENOPTIONEN?

Ja, zum Beispiel „C:\Programme (x86)\Nero\Nero Apps\Nero Score\NeroScore.exe“ runtimes:50 stoptime:3 logfile:1 führt den aktuellen Test 50 Mal mit einer Pause von 3 Sekunden dazwischen aus und erstellt eine Protokolldatei in %temp%\NeroScore (also im Temp-Ordner des aktuellen Benutzers).

  • runtimes: Anzahl der Durchläufe, die der Test durchgeführt werden soll
  • stoptime: Zeit zwischen den Durchläufen in Sekunden
  • logfile: legt fest, ob eine Protokolldatei erstellt werden soll 1 = ja / 0 = nein
  • logfilepath: alternativer Pfad für die Protokolldatei, z.B. „E:“ oder „D:\Score“
  • autoexit: legt fest, ob die Anwendung nach Beendigung aller Tests beendet werden soll 1 = ja / 0 = nein
  • language: Verwenden Sie einen der oben genannten 4-Buchstaben-Codes, um die Sprache der Anwendung manuell festzulegen (z. B. es-ES)
  • exepath: führt beim Beenden eine bestimmte Anwendung aus (z. B. „C:\WINDOWS\system32\notepad.exe“)

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DIGITALES LEBEN LEICHT GEMACHT (5) – Wieviel Leistung braucht mein PC für den Videoschnitt?

Unser digitales Leben soll viele Dinge leichter machen. In Wahrheit bedeutet dies aber, dass es erst dann wirklich leichter wird, wenn man die grundlegenden Konzepte hinter der digitalen Welt versteht.

In diesem Blog beschäftigen wir uns mit der Frage: Wieviel Leistung braucht mein PC für den Videoschnitt?

Keine einfache Frage, denn es gibt viele beteilige Größen im Schnittprozess. Festplattengeschwindigkeit, RAM, CPU, Grafikkarte und mehr haben Einfluss darauf. Nicht zuletzt spielen hier auch Quellformate, die Komplexität des Video-Projektes und das gewünschte Ausgabeformat eine wesentliche Rolle.

Grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, mit welchem Material man welche Projekte erstellen will, um sich der Frage der Leistungsfähigkeit des eigenen PCs zu näheren.

Full HD Video (AVC H.264) stellt keine außergewöhnlichen Bedingungen an die Leistungsfähigkeit eines aktuellen PC, sofern man nur mit wenigen Spuren und wenigen Effekten arbeitet und man keine Projekte mit stundenlanger Dauer erstellt. Aber Vorsicht: auf die Details kommt es an. Das Format des Quellvideos (Bitrate, Framerate) kann hier den wesentlichen Unterschied ausmachen.

Grundsätzlich gilt: je höhe die Bitrate, die Framerate, je komprimierter der Video-Codec und je mehr Spuren man verwendet, desto höher werden die Leistungsanforderungen. Eine PC-Konfiguration mit einem Intel Core i5 ab der 6ten Generation (oder vergleichbare AMD CPU) und 4 GB RAM sollte es hier schon mindestens sein. Bei großen Projekten und komplexen Formaten ist mehr RAM (8 GB oder 16 GB) und auch eine stärkere CPU empfehlenswert.

Wichtig ist auch der Datendurchsatz der Festplatte auf dem das Programm läuft und auf der die Daten gespeichert sind. Viele Notebooks ohne SSD-Festplatte haben relativ langsame Festplatten mit 5400 U/min. Das kann zum Bottleneck werden. Im Zweifelsfalle kann die Aufrüstung via SSD helfen. Bei der Grafikkarte sollte man darauf achten, dass diese hardwarebasiertes Encoding beherrscht und damit gut 5x schneller rendert als bei Software-basiertem Rendering (Intel Quick Sync Video, Nvidia Cuda/NVENC, AMD App Accleration).

Mit 4K Video (AVC H.264) stößt man bei vielen Systemen bereits an die Grenzen, auch wenn man nur mit wenigen Spuren arbeitet. 4K Video hat eine viermal höhere Auflösung als Full HD und eine höhere Datenrate. Hier sollte man in ein leistungsfähiges System investieren: SSD mindestens als Programm-Partition, schnelle Festplatte für die Daten, CPU ab Core i7 aufwärts und 16 GB RAM. Hardwarebasiertes Rendering der Grafikkarte ist ebenfalls ein Muss.

HEVC Video wird in den letzten Generationen des iPhone bereits unterstützt, während es bei dezidierten Foto-/Videokameras erst so langsam Einzug hält. HEVC ist ein sehr leistungsfähiges allerdings auch hochkomplexes Kompressionsformat.  HEVC (H.265) braucht nur die Hälfte des Speicherplatzes von AVC und kann gleichzeitig hochwertigere Videosignale erzeugen als AVC. Als Faustregel gilt: nehmen Sie die Systemleistungen für 4K AVC als Grundlage für HEVC Full HD und rüsten Sie für 4K HEVC noch einmal auf. Für HEVC 4K ist das Schnellste gerade gut genug.

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Was bedeutet Background Rendering? Wann sollte ich es anwenden?

Wenn Sie ein Full HD-Projekt mit vielen Spuren und einer Reihe angewandter Video-Effekte ausführen, kann es vorkommen, dass Ihr System an seine Leistungsgrenze gerät und eine Echtzeitvorschau nicht mehr möglich ist. Gerade auch auch bei 4K-Videoprojekten kann das System mit einer Echtzeitvorschau schnell überfordert sein.

In solchen Fällen hilft ‘Background Rendering‘, das in ‚Nero Video‘ verfügbar ist. Wenn diese Funktion selektiert ist, berechnet ‚Nero Video‘ Ihr Projekt im Hintergrund immer dann, wenn es gerade inaktiv ist. Auf diese Weise können Sie auch komplexe Projekte in Echtzeit vorschauen.

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Schalten Sie  ‘Background Rendering‘ in ‚Nero Video‘ an über ‚Optionen > Anwendungseinstellungen > Bearbeiten‘.

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‚Nero Video‘ zeigt eine Prozentangabe an. Wenn diese beendet ist (100%), ist ‚Nero Video‘ bereit für die Echtzeitvorschau.

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